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Södertälje Trosa

Södertälje und Trosa liegen südlich von Stockholm, eignen sich aber für unterschiedliche Besuchstage. Södertälje verbindet Mitmach-Wissenschaft mit regionaler Alltagsgeschichte; Trosa ist ein kleiner Küstenort, dessen Straßen zum Fluss Trosaån und weiter zum Hafen führen. Dazwischen liegt Schloss Tullgarn mit einer historischen Innenausstattung und einer weitläufigen Parkanlage. Die drei Ziele lassen sich deshalb nach Interesse bündeln: Technik und Stadtgeschichte in Södertälje, ein Spaziergang am Wasser in Trosa oder Schloss und Garten als eigener Ausflug.

Schleuse in Södertalje in schweden Schleuse in Södertälje Foto: © wikipedia / Clemensfranz/Bilder

Tom Tits und Torekällberget

Bei Tom Tits Experiment laden 400 Experimente auf vier Etagen zum eigenen Ausprobieren ein. Besucher bewegen sich selbstständig durch Themen wie Kräfte und Bewegung, Wasser, Sinne, optische Täuschungen und Mathematik. Für einen Besuch sind drei bis fünf Stunden als mögliche Dauer angegeben. Im Sommer ergänzt ein Experimentierpark im Freien das Haus. So kann der Besuch einen halben Tag füllen, ohne dass ein festes Führungsprogramm den Rundgang vorgibt.

Das Freilichtmuseum Torekällberget setzt einen anderen Schwerpunkt: historische Gebäude und dargestelltes Alltagsleben machen die Stadtgeschichte anschaulich. Mit Tom Tits ergibt sich ein Wechsel zwischen eigenem Ausprobieren und einem Blick auf frühere Lebens- und Arbeitswelten. Wer Södertälje als Familienausflug plant, kann die beiden Einrichtungen daher als unterschiedliche Programmpunkte kombinieren, statt sie als gleichartige Museen zu behandeln.

Trosa am Fluss und an der Küste

In Trosa führt der kompakte Ortskern an Trosaån entlang. Pastellfarbene Häuser aus der Zeit um die Jahrhundertwende, Kopfsteinpflaster und historische Gebäude prägen die inneren Straßen; der Fluss verbindet den Ort mit dem Hafen und war für die Entwicklung als Handelsplatz wichtig. Ein Spaziergang lässt sich deshalb vom Stadtzentrum am Wasser entlang bis in Richtung Hafen verlängern. Anders als in Södertälje steht hier nicht eine einzelne große Attraktion im Mittelpunkt, sondern die Folge aus Gassen, Fluss und Küstenlage.

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Schloss Tullgarn und Park

Der heutige Bau von Schloss Tullgarn entstand nach dem Abriss des Vorgängerbaus um 1720 für Graf Magnus Julius De la Gardie. In den 1770er-Jahren erwarb der Staat das Schloss für Herzog Fredrik Adolf, der es in den 1780er-Jahren umbauen ließ. Später nutzten Gustaf V. und Victoria Tullgarn als Sommerresidenz. Die Innenausstattung vereint Rokoko, gustavianische und viktorianische Elemente. Für die Saison 2026 sind Schloss, Café und Shop laut Betreiber geschlossen. Diese Schließung bezieht sich auf den Besuch des Schlosses und die genannten Einrichtungen, nicht auf den Park: Die Parkanlage mit formaler Gartenpartie aus dem 18. Jahrhundert und englischem Landschaftspark mit Teichen und Brücken ist ganzjährig zugänglich. Tullgarn bleibt damit als Spaziergangsziel im Freien interessant, während die Schlossräume 2026 nicht zum regulären Besuchsprogramm gehören.

Für die weitere Reiseplanung verbindet die Region Stockholm die Ziele südlich der Hauptstadt mit den Schären und dem Stadtgebiet. Ein eigener Aufenthalt in der Stockholmer Innenstadt setzt dazu den urbanen Gegenpol. Wer durch die historischen Landschaften rund um den Mälaren und weiter nach Süden reist, findet Anknüpfungspunkte in Sörmland und Östergötland sowie auf der Seite zu Småland, Öland und Gotland. Für Übernachtungen stehen die landesweiten Unterkunftsangebote zur Verfügung.