Söderhamn
Söderhamn liegt dort, wo das südliche Hälsingland auf die Ostsee trifft. Die Stadt verbindet einen kompakten Ortskern mit dem Schärengürtel der Jungfrukusten, einem historischen Fischerdorf und einem UNESCO-Welterbehof im Binnenland. So lässt sich ein Aufenthalt nach Interessen aufteilen: Hafen und Altstadt für einen kurzen Stadtbesuch, Skärså für Fischereimilieu und Küstenatmosphäre, die Schären für einen Ausflug aufs Wasser und Erik-Anders für die bäuerliche Bau- und Festkultur. Ein Überblick über Südliches Norrland ordnet Söderhamn in die Region ein; passende Unterkünfte in Schweden bilden die Basis für Ausflüge in die Stadt und entlang der Küste.
Kirche in Söderhamn
Foto: © wikipedia / Henrik Sendelbach
Schärengürtel mit Boot oder Ausflugsschiff
Die Söderhamner Schären sind Teil der Jungfrukusten und umfassen rund 1.200 Inseln, Holme und Schären. Viele sind nur per Boot erreichbar; die Landschaft ist vergleichsweise wenig bebaut und enthält sowohl bewohnte als auch unbewohnte Inseln. Für Reisende mit eigenem Boot listet die lokale Tourismusseite mehrere Gästehäfen und Anlegestellen. Söderhamns eigener Gästehafen liegt zentral, sodass sich ein Landgang mit Restaurants und einem Spaziergang in der Stadt verbinden lässt.
Auch ohne eigenes Boot gibt es Zugänge zum Wasser: Die Stadt nennt Bootstaxi-Verbindungen in die Schären und eine Tagesfahrt mit dem Ausflugsschiff Moa. Diese Angebote machen Inselbesuche möglich, ohne selbst eine Route über die Gewässer planen zu müssen. Die konkreten Ziele und Fahrtage sind saisonabhängig. Eine besondere Insel für einen längeren Aufenthalt ist Storjungfrun, die größte Insel im Söderhamner Schärengarten und zugleich Naturreservat. Der Betreiber nennt dort etwa 14 Kilometer markierte Wege, eine Kapelle aus dem 17. Jahrhundert und Spuren früherer Häfen, darunter einen Hafenplatz aus dem 16. Jahrhundert. Am Leuchtturm liegen vier einfache Ferienhütten und eine Sauna. Wer an Land bleiben möchte, kann den Küstenbesuch in Skärså mit Sandviken oder weiteren Orten des südlichen Norrlands verbinden.
Skärså: Fischerdorf, Bootshäuser und Hafen
Skärså liegt nordöstlich von Söderhamn an der Küste. Im alten Fischerdorf stehen Bootshäuser und Fischerhäuser dicht am Wasser; die Hafenlage macht die Geschichte des Ortes unmittelbar sichtbar. Die örtliche Tourismusseite nennt neben dem Gästehafen auch das Fischrestaurant Albertina, eine Räucherei, ein kleines Museum, eine Glashütte, einen Kunsthandwerksladen und einen Badeplatz mit Kajakanleger. Dadurch lässt sich der Aufenthalt je nach Interesse als kurzer Rundgang, Essen am Hafen oder längerer Stopp mit Blick auf die Schären gestalten.
Erik-Anders und die Hälsingegårdar
Im Binnenland der Gemeinde, im Dorf Asta bei Söderala, steht die Hälsingegård Erik-Anders. Der Hof ist einer der sieben Höfe des UNESCO-Welterbes „Decorated Farmhouses of Hälsingland“. Der Hof wurde um 1825 von Erik Andersson erbaut; um 1850 wurde das Haus vermutlich gelb gestrichen und im Obergeschoss entstand ein großer Festsaal. In den Sälen und Vorräumen sind ursprüngliche Malereien erhalten. Spätere Innenräume aus der Zeit zwischen den 1880er und 1930er Jahren sowie zwei gut erhaltene Küchen zeigen, wie der Hof weiter genutzt und verändert wurde.
Die sieben Welterbehöfe stehen für die Bau- und Festkultur wohlhabender selbstständiger Bauern im 19. Jahrhundert. Die großen Räume und bemalten Innenräume dienten nicht nur dem Alltag, sondern auch Festen und gesellschaftlichen Anlässen. Erik-Anders ergänzt einen Küstentag deshalb um eine kulturhistorische Perspektive auf Hälsingland. Der Hof verfügt über ein Besucherzentrum zum Welterbe, Garten und Café sowie über Übernachtungszimmer. Geführte Besichtigungen werden in der Sommersaison angeboten; für einen Besuch sind die jeweiligen Öffnungstage maßgeblich. Wer noch weitere Höfe besuchen möchte, kann den Ausflug mit Bollnäs oder Hudiksvall verbinden.